Wie das „Sonnen-Vitamin“ unsere Gesundheit stärkt

Das fettlösliche Vitamin D übernimmt viele Aufgaben in unserem Organismus. Zum Beispiel stärkt es die Knochen, hat Einfluss auf die Muskelkraft und unser Herz-Kreislauf-System. Auch eine krebspräventive sowie immunmodulierende Wirkung wird diskutiert.

Im Gegensatz zu den anderen Vitaminen kann unser Körper Vitamin D in der Haut aus Cholesterin und Sonnenenergie durchaus selber herstellen. So können theoretisch mehr als 90 Prozent unseres Vitamin-D-Bestandes mithilfe des Sonnenlichts erzeugt werden. Ein kleinerer Teil wird über die Nahrung aufgenommen, in Mitteleuropa sind es etwa 10 Prozent der Gesamtversorgung. Für die Vitamin D-Bildung gilt, dass diese nur dann durch die Sonne erfolgen kann, so lange der Schatten kürzer ist als ich selbst. Umso länger mein Schatten wird, umso weniger Vitamin D kann in der Haut produziert werden.

Der Grund: je tiefer die Sonne am Horizont steht, desto weiter ist der Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre und vor allem durch die Ozonschicht, die dadurch einen größeren Anteil der UV-Strahlung ausfiltert. Unser Vitamin D-Pegel  – erzeugt  durch Sonnenbestrahlung (UV-B) und geringfügig durch die Nahrung (fetter Fisch, Pilze, Käse, Avocado etc.) –  sollte nicht unter 20 ng/ml = 50 nmol/l fallen (so die offiziellen Empfehlungen etwa der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE). Von vielen Experten international werden als Optimum inzwischen mindestens 30 ng/ml = 75 nmol/l empfohlen.

Wie bei allen Dingen des Lebens ist auch hier die Dosis entscheidend. Sonne ist überlebenswichtig aber zu viel des Guten kann – je nach Hauttyp – zu entsprechenden negativen Effekten wie erhöhtes Hautkrebsrisiko und Hautalterung führen. Ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden. Für die Abschätzung der eigenen Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung sollte man seinen Pigmentierungstyp kennen. Allgemein gilt: Je heller der Hauttyp, desto höher sollte auch der eingesetzte LSF sein. Allerdings: Direkt nach dem Winter braucht selbst ein dunkler Hauttyp einen hohen LSF. Neben dem Schutz der Haut durch Sonnencremes müssen wir die Haut auch dabei unterstützen, sich selbst zu reparieren und die freien Radikale abzuwehren, die durch die UV-Strahlung entstehen. Antioxidantien und Vitamine wie Vitamin E, C oder Q 10 sind dabei hervorragende Radikalfänger.

Autorin: Benita Michael (Gesundheits- und Ernährungsberaterin) Internet: boostyourhealth.de

Quellenangaben:
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/
https://www.vitamindservice.de/
https://www.grassrootshealth.net/?s=Vitamin+D